Bericht Stadtmeisterschaft
Mit Volleys zum Erfolg
Squash: Bundesliga-Spieler Kai Wetzstein gewinnt offene Kasseler Stadtmeisterschaft
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Von Marc Radke (HNA)
Kassel. Auch beim dritten Anlauf hat es für Torben Steinfeld noch nicht zum Turniersieg bei den offenen Kasseler Squash-Stadtmeisterschaften gereicht. Nach einem neunten und einem dritten Platz musste sich der 20-jährige Witzenhäuser diesmal im CitySquash Kassel mit einem zweiten Rang zufrieden geben. Im Finale unterlag er Kai Wetzstein vom Bundesligisten Erlanger SC glatt in drei Sätzen.
“Kai war heute einfach eine Nummer zu stark für mich”, sagte Steinfeld. Der Zivildienstleistende spielte vergangenes Jahr noch für den Town Squash Kassel in der Oberliga und wechselte vor der Saison nach Griesheim in die zweite Bundesliga. Andreas Hitsch, Steinfelds Halbfinalgegner, glaubt an seinen ehemaligen Mannschaftskollegen: “Vor einem Jahr haben wir noch zusammen gespielt. Seitdem hat sich Torben extrem weiterentwickelt. Er wird sein Weg machen”, sagte Hitsch nach seiner 7:11, 5:11, 11:7, 0:11-Halbfinalniederlage.
Steinfelds Ziel ist es, einmal dort zu spielen, wo sein Finalgegner, Kai Wetzstein, seit einem Jahr spielt - in der Squash-Bundesliga. Das wurde in einem rasanten Endspiel mit vielen sehenswerten Ballwechseln deutlich. “Es war eine sehr schnelle Partie. Kai spielte viele Volleys und nahm den Ball früh an. Das macht noch den Unterschied zwischen uns beiden aus”, resümierte Steinfeld treffend. Für den Zivildienstleistenden Steinfeld aber kein Beinbruch. Auch mit dem zweiten Platz heimste er noch genug Punkte ein, um seine Spitzenposition in der Hessenrangliste zu verteidigen. Und ein Preisgeld von 175 Euro ist auch nicht zu verachten. Sieger Wetzstein gewann übrigens 300 Euro.
Mit 100 Euro mehr in der Tasche, verließ Claudia Schubert die Squash-Halle am Königstor. Die ehemalige Deutsche Meisterin und mehrfache Hessenmeisterin knüpfte an die Leistung ihrer Teilnahme im vergangenen Jahr an. Schubert gab während des gesamten Turnierverlaufs keinen Satz ab. Im Endspiel besiegte die frischgebackene Diplom-Betriebswirtin die Marburgerin Ann-Kristin Acker deutlich mit 11:4, 11:2, 11:4. “Und das, obwohl ich doch nur noch zum Spaß Squash spiele”, sagte Schubert nach ihrer Titelverteidigung. Seit ihrer Heimkehr vom Bundesligisten Monopol Frankfurt nach Witzenhausen sei sie nur noch selten in einem Squash-Court anzutreffen. Hin und wieder helfe sie bei einem Schweizer Erstligisten und dem Männer-Team des SC Witzenhausen aus, erläuterte Schubert, ehe sie von Turnierorganisator Christian Ochs erneut den Siegerpokal überreicht bekam.
Teilnehmerzahl gestiegen
Der war im übrigen mit seiner Veranstaltung zufrieden. Und das, obwohl Vorjahressieger Stefan Leifels und andere deutsche Spitzenspieler wegen eines Bundesligaspieltags und eines Weltranglistenturniers in Hamburg diesmal absagten. “Das Niveau war trotzdem hoch. Und die Teilnehmerzahl beweist auch, dass unser familiäres Turnier bestens ankommt. Nach 22 und 38 Teilnehmern waren es dieses Jahr 49″, freute sich Ochs bereits mit Blick auf die vierten Kasseler Stadtmeisterschaften im nächsten Jahr. Torben Steinfeld wird dann auch wieder mit von der Partie sein.

