Bericht zur 4. Kasseler Stadtmeisterschaft
Tim Weber zeigt sein Können
Bundesliga-Spieler gewinnt souverän die Kasseler Squash-Stadtmeisterschaften
Von Aydogan Makasci / HNA vom 07.09.2009

Kassel. Tim Weber ist Squash-Spieler. Er übt seinen Sport so gut aus, dass er für den Verein Sportinsel Stuttgart in der deutschen Bundesliga spielt und in der deutschen Rangliste auf Rang sechs steht. “Manche trauen mir sogar zu, unter die Top 20 der Welt zu kommen”, sagt der 22-Jährige, der bei den 4. Kasseler Stadtmeisterschaften sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Nicht einen Satz gab Weber im A-Feld der Herren ab und sicherte sich souverän den Sieg. Im Finale musste schließlich Vorjahressieger Kai Wetzstein (Monopol Frankfurt) beim 11:9, 11:8 und 11:2 dran glauben. “Die Form stimmt”, sagt der Sieger, der bereits seit seinem fünften Lebensjahr Squash spielt. Bis zum Ligastart am kommenden Wochenende habe er sich aber vorgenommen, noch das eine oder andere Kilo abzuspecken. “Dabei muss ich aber aufpassen, dass ich keine Kraft verliere”, meint er schmunzelnd.
Jede Menge Kräfte musste der im Finale unterlegene Wetzstein in der Vorschlussrunde gegen Torben Steinfeld lassen. Der 20-jährige Ex-Kasseler zwang den Favoriten, gegen den er noch nie gewonnen hatte, bis in den fünften Satz.
Und obwohl er da schon führte, musste er das Spiel doch noch knapp abgeben. “Ich wollte zu schnell die Punkte machen”, nannte Steinfeld einen Grund für die Niederlage und schob einen anderen gleich nach: “Vielleicht hat auch einfach die Erfahrung den Ausschlag gegeben.”
Möglich ist das. Denkbar aber auch, dass Wetzstein einfach mit seinen Kräften besser haushielt. “Zwischen den einzelnen Partien gönne ich mir auch mal ein kleines Nickerchen”, verriet der 25-Jährige. Denn so ein Turniertag dauere immer extrem lang, und es sei schwer, über die Dauer die Konzentration und die Stimmung hochzuhalten.
Nicht ganz so erfolgreich lief es für die Spieler von Zweitliga-Aufsteiger Town Squash Kassel. Neuzugang Tobias Thrämer wurde Sechster, Julian Brückner und Andreas Hitsch landeten auf den Plätzen 16 und 13. Dabei durfte sich Hitsch zumindest über einen Satzgewinn gegen den späteren Finalisten Wetzstein freuen.
Zufrieden mit dem Turnier war Organisator Christian Ochs. Zwar meldeten in diesem Jahr zwölf Spieler weniger als bei der dritten Auflage des Turniers, dafür aber entschädigte nicht zuletzt der Auftritt von Tim Weber. “Wir haben wieder viele gute Spiele gesehen”, sagte Ochs.
